Durchleuchtung

Die Röntgendurchleuchtung oder einfach Durchleuchtung ist eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen, bei der Bildserien möglich sind. Durch die dynamische Bilddarstellung auf einem Monitor kann eine kontinuierliche Betrachtung von Vorgängen im menschlichen Körper erfolgen.

Da das Kontrastverhalten bestimmter Organe nicht für die Untersuchung ausreichend ist, muss Ihnen ggf. ein Kontrastmittel verabreicht werden. In Abhängigkeit des zu untersuchenden Organs wird dieses oral oder intravenös verabreicht. Die Kontrastmittel sind in aller Regel gut verträglich. Allergische Reaktionen sind daher äußerst selten. Ob Sie zu dem Untersuchungstermin nüchtern erscheinen müssen ist von einer eventuellen Kotrastmittelgabe abhängig. Wir werden Sie dazu bei der Terminvergabe informieren.

Bei einer vorliegenden Schwangerschaft darf nur dann geröntgt werden, wenn die Diagnostik für eine lebenswichtige Therapie der Mutter zwingend erforderlich ist. Bei einer bekannten Allergie gegen Röntgenkontrastmittel, ist die Gabe von Kontrastmittel kontraindiziert. 

Informationen zur Untersuchung

Wann ist eine Durchleuchtung hilfreich?

Eine Durchleuchtung ist hilfreich zur

  • Diagnostik im Bereich des Magen-Darm-Trakts
  • Speiseröhrendarstellung bei Schluckstörungen
  • Darstellung intrathorakaler Organbewegungen (Mediastinum, Zwerchfell)
  • Darstellung der Beinvenen

Eine Durchleuchtung ist mit einer etwas höheren Strahlenbelastung als beim einfachen Röntgenbild (z.B. Röntgen-Thorax) verbunden und sollte daher nur bei entsprechender Indikation durchgeführt werden.

Für eine erfolgreiche Untersuchung sollte der Magen leer sein. Nur leichte, nicht blähende Kost, aber reichlich trinken (z.B. Tee, Obstsaft, Mineralwasser, Brühe), jedoch keinen Alkohol und keine Milch.

Bitte bringen Sie frühere Röntgen-, Computertomographie-, Kernspintomographie- und Dopplerultraschallbefunde der Körperregion mit, die behandelt werden soll, sowie folgende Blutwerte: Kreatinin, TSH, F3 und F4.

Darstellung des Magen-Darm-Traktes (MDP)

Mit der Röntgenkontrastuntersuchung des Magen-Darm-Trakts (MDP) können der obere Verdauungstrakt (Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm) und etwaige krankhafte Veränderungen (z.B. Entzündungen, Geschwüre und Tumore) dargestellt werden.

Die Untersuchung wird auf einem kippbaren Untersuchungstisch vorgenommen. Während der Patient den Kontrastmittelbrei trinkt, beobachtet die Ärztin/​der Arzt auf dem Röntgenmonitor die Passage des Kontrastmittels durch die Speiseröhre, die Füllung des Magens, die Bewegung der Magenwände und den Weitertransport in den Zwölffingerdarm.

Um Speiseröhre, Magen und Dünndarm möglichst gut zu entfalten und störende Bewegungen (Peristaltik) dieser Organe für mehrere Minuten auszuschalten, kann es notwendig sein, Ihnen ein Medikament (z.B. Buscopan®) in eine Vene einzuspritzen.

Nacheinander werden – unter Umständen nach längeren Pausen – mehrere Röntgenaufnahmen angefertigt.

Darstellung der Becken-Bein-Venen (Phlebographie)

Die Röntgenkontrastdarstellung der Bein-Beckenvenen (Bein-Phlebographie) ist eine sichere Methode zum Nachweis einer tiefen Beinvenenthrombose. Sie zeigt auch Art und Ausmaß von Krampfadern.

Die Untersuchung wird auf einem kippbaren Untersuchungstisch vorgenommen. Nach Anlegen einer Staubinde oberhalb des Knöchels wird das Kontrastmittel direkt in eine Vene am Fußrücken eingespritzt.

Während das Kontrastmittel einläuft, beobachtet die Ärztin/​der Arzt auf dem Röntgenmonitor den genauen Verlauf des Kontrastmittels in den Venen. Gleichzeitig werden im Sitzen oder Stehen Röntgenaufnahmen von Unterschenkel, Knie, Oberschenkel und Becken angefertigt. Nach der Untersuchung werden die Venen mit physiologischer Kochsalzlösung gespült und ein Kompressionsverband angelegt.

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