Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Kardio-MRT und Kardio-CT

Was ist der Unterschied zwischen der Kardio-CT und der Kardio-MRT Untersuchung?

Die Kardio-CT arbeitet mit Röntgenstrahlen wodurch Ihr Herz mit einer sehr hohen Auflösung dargestellt werden kann. Mit Hilfe der Kardio-CT können wir auch kleinste Veränderungen in Ihren Herzkranzgefäßen hochaufgelöst darstellen. Die Funktion (Herzklappen, Herzmuskel, Pumpleistung) kann hier in der Regel nicht gemessen werden.

Die Kardio-MRT arbeitet mit starken Magnetfeldern ohne Röntgenstrahlung, wodurch insbesondere die Herzfunktion, die Herzgröße sowie die Durchblutung Ihres Herzmuskels unter Belastung analysiert werden kann. Ferner kann durch die Gabe eines MRT-Kontrastmittels eine Narbendarstellung des Herzmuskels (z.B. nach Herzinfarkt oder Herzmuskelentzündung) erfolgen. Die Herzkranzgefäße können hier in der Regel nicht in Gänze zuverlässig dargestellt werden.

Wer übernimmt die Kosten für die Kardio-CT?

Während die gesetzlichen Krankenkassen die alleinige Untersuchung der Herzkranzarterien noch nicht erstatten können (es gibt hierfür derzeitig noch keine Abrechnungsziffer im einheitlichen Bewertungsmaßstab EBM), ist jedoch die Kostenerstattung durch die privaten Krankenversicherungen meist möglich - bitte setzen Sie sich ggf. mit Ihrer privaten Krankenkasse und mit uns in Verbindung.

Wer übernimmt die Kosten für die Kardio-MRT?

Während die gesetzlichen Krankenkassen die alleinige Untersuchung des Herzens mittels MRT noch nicht erstatten können (es gibt hierfür derzeitig noch keine Abrechnungsziffer im einheitlichen Bewertungsmaßstab EBM), ist jedoch die Kostenerstattung durch die privaten Krankenversicherungen meist möglich - bitte setzen Sie sich ggf. mit Ihrer privaten Krankenkasse und mit uns in Verbindung.

Sollten Sie im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein, möchten wir Sie bzw. Ihren überweisenden Arzt bitten sich mit uns direkt in Verbindung zu setzten. Es besteht die Möglichkeit der individuellen Beantragung der Kosten bei Ihrer Kasse.

Ist eine Untersuchung bei einer Kontrastmittel-Allergie möglich?

Ja. Allerdings erfordert dies eine Vorbehandlung mit Medikamenten. Sollten Sie eine KM-Allergie haben, möchten wir Sie bzw. Ihren überweisenden Arzt bitten sich mit uns direkt in Verbindung zu setzten.

Muss ich für die Untersuchung nüchtern sein?

Nein, sie sollten nur die letzte Mahlzeit ca. 2h vor der Untersuchung eingenommen haben. Ausreichendes Trinken (am besten stilles Wasser) ist erlaubt und sogar gewünscht!

Trinken Sie vor und nach der Untersuchung viel (z.B., stilles Mineralwasser etc.), um die Ausscheidung des Kontrastmittels und der Medikamente gut zu unterstützen.

Darf ich vor der Untersuchung Kaffee trinken?

Kaffee, koffein- und teeinhaltige Getränke und Lebensmittels sollten sie vor den Herzuntersuchungen auf jeden Fall meiden!

Welche Laborwerte muss ich mitbringen?

Kreatinin und TSH Wert (nicht älter als 4-6 Wochen), wenn möglich noch möglichst aktuelle Cholesterinwerte und sonstige Werte mitbringen.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die eigentliche Untersuchungszeit für die Herz-CT Untersuchung beträgt ungefähr 3-5 Minuten. Mit Vorbereitung und Nachbeobachtung sollten Sie jedoch eine Verweildauer in unserer Praxis von ungefähr 2 Stunden einrechnen.

Die MRT-Untersuchung dauert in der Regel ca. 30-40 Minuten. Hier sollten Sie ebenfalls mit einer ungefähren Verweildauer in unserer Praxis von ca. 2 Stunden rechnen.

Benötige ich eine Überweisung?

Ja. Bitte bringen Sie eine Überweisung mit (auch wenn sie privatversichert sind). Das erleichtert uns die weitere Indikationsstellung, Planung und Durchführung der Untersuchung.

Muss ich einen Arztbrief mitbringen?

Ja. Umso mehr wir über Ihre Krankenvorgeschichte wissen, desto genauer können wir auf Ihre spezifischen Beschwerden oder die Fragestellung Ihrer Untersuchung eingehen und unseren Befund optimal auf Ihre jeweilige Situation abstimmen.

Muss ich einen Medikamentenplan mitbringen?

Ja. Bitte bringen Sie einen aktuellen Medikamentenplan mit. Das erleichtert uns die Gabe und Dosierung von Medikamenten und dient Ihrer Sicherheit!

Wie lange dauert die Befundung?

Auf Grund unserer langjährigen Erfahrung in der Herzbildgebung erstellen unsere Spezialisten sehr detaillierte Befunde. Daher benötigen wir zur Erstellung des endgültigen Befundes ca. 2 Arbeitstage. Bei komplexen Befunden kann die Befundung bis zu 1 Woche dauern, falls z.B. weitere Befunde von Voruntersuchungen, Arztbriefe etc. benötigt werden.

Wie ist der Ablauf einer Kardio-CT Untersuchung?

Innerhalb weniger Sekunden und unter Verwendung von Röntgenstrahlen wird Ihr gesamtes Herz einschließlich der Herzkranzgefäße untersucht. Damit können Aussagen über das Vorliegen und den Schweregrad von Verengungen der Herzkranzarterien getroffen, sowie eine Quantifizierung möglicher Gefäßablagerungen (Kalzium-Score) vorgenommen werden. Unmittelbar vor der Untersuchung wird Ihnen ein venöser Zugang gelegt und ein EKG angeschlossen. Ein wenig Nitrolingual-Spray wird verabreicht, zur leichten Erweiterung der Herzkranzgefäße, eventuell muss die Herzfrequenz durch die Gabe eines kurz wirksamen ß-Blockers gesenkt werden (sog. „off-label“ Verwendung).

Bitte befolgen Sie die mit der Röntgenassistentin geübten Atemkommandos genau, um eine optimale Bildqualität zu erhalten.

Die Untersuchungsdauer nur im Gerät beträgt ca. 3-5 Minuten, d.h. inklusive Vorbereitungszeit ca. 25 min.

Im Anschluss an die Untersuchung bleiben Sie zur Nachbeobachtung noch ca. 30 Minuten in unserer Praxis.

Ist bei der Kardio-CT Untersuchung die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich?

Ja. Ohne die Gabe eines Kontrastmittels lassen sich die Herzkranzgefäße und entsprechende Veränderungen nicht zuverlässig darstellen.

Wie ist der Ablauf einer Ruhe Kardio-MRT Untersuchung?

Nach entsprechender Vorbereitung und Aufklärung wird Ihnen ein EKG angelegt und Sie werden in der MRT-Röhre platziert. Nach Messungen Ihrer Herzgröße und der Herzfunktion wird in den meisten Fällen die Gabe eines MRT-Kontrastmittels notwendig sein. Die Untersuchungszeit im MRT beträgt je nach Fragestellung ungefähr 30 Minuten.

Wie ist der Ablauf einer Stress Kardio-MRT Untersuchung?

Die kardiale Stress-MRT ist eine kernspintomographische Untersuchung des Herzens unter medikamentöser Belastung (ohne Röntgenstrahlen). Verengungen der Herzkranzgefäße können zu Brustschmerzen durch Minderdurchblutung des Herzens führen (Angina pectoris). Um festzustellen, ob Einengungen der Kranzgefäße relevant für die Durchblutung sind, kann die Stress-MRT eingesetzt werden. Das Medikament Adenosin bzw. Regadenoson wird über eine Vene injiziert, was zu einer Aufweitung der Herzkranzgefäße führt (sog. „off-label“ Verwendung). Dann wird Kontrastmittel gespritzt und dessen Anflutung im Herzmuskel gemessen.

Legen Sie vor der Untersuchung bitte alle metallischen Gegenstände ab. Die MTRA, die Sie für die Untersuchung vorbereitet, weist Sie auf alle relevanten Maßnahmen vor dem Betreten des Untersuchungsraumes hin. Für die Untersuchung werden Sie auf einer Liege in die 70 cm große Öffnung des Kernspintomographen gefahren, welches im Sprachgebrauch auch gern die „Röhre“ genannt wird. Sie hören während der Untersuchung unterschiedliche laute Klopfgeräusche, die technisch begründet und leider unvermeidbar sind. Sie bekommen einen Kopfhörer als Gehörschutz. Auf Ihren Oberkörper werden EKG-Elektroden aufgeklebt, durch die Ihr Herzschlag überwacht wird. Eine Venenverweilkanüle wird für die Kontrastmittelgabe vor der Untersuchung in eine Armvene eingebracht. Wenn ein sogenanntes Stress-MRT gemacht werden soll, wird in den anderen Arm eine weitere Verweilkanüle gelegt, um das Medikament exakt zu applizieren, welches die Erweiterung der Gefäße auslöst. An einem Finger wird ein Pulsoximeter angebracht, so wird der Puls und die Sauerstoff-Sättigung in Ihrem Blut gemessen. Auf Ihren Oberkörper wird eine sogenannte Empfangsspule aufgelegt, über die die MRT-Echosignale aus Ihrem Körper empfangen werden. Ihr Oberkörper liegt bei der Untersuchung vollständig im Gerät (in der „Röhre“).

Adenosin/Regadenoson verursacht oft ein Wärmegefühl, leichten Schwindel, selten das Gefühl von Luftnot oder Kopfschmerz. Der Puls steigt meistens leicht an. Während der etwa vier- bis fünfminütigen Belastungsphase betreut Sie der Kardiologe und sein Team. Blutdruck und Puls sind überwacht! Sobald Sie die Wirkung des Medikamentes deutlich wahrnehmen, wird über die andere Armvene das Kontrastmittel eingespritzt. Wenn das Kontrastmittel im Herzmuskel angekommen ist, wird die Zufuhr des Stress-Medikaments gestoppt. Da die Wirkung von Adenosin/Regadenoson nur wenige Sekunden anhält, verschwinden die unangenehmen Nebenwirkungen jedoch rasch.

Die Untersuchungsdauer im Gerät betragt ca. 30 Minuten, inklusive Vorbereitungszeit ca. 45 Minuten.

Kann die Untersuchung bei Klaustrophobie (umgangssprachlich „Platzangst“) durchgeführt werden?

Die CT-Untersuchung Ihres Herzens geht sehr schnell. Während der Untersuchung werden Sie mehrfach schnell durch eine kurze Röhre gefahren. In der Regel empfinden auch Patienten mit ausgeprägter Platzangst die Untersuchung nicht als sehr unangenehm, so dass Sie gut durchgeführt werden kann.

Bei der MRT-Untersuchung des Herzens liegen Sie ca. 30 Minuten in einer MRT-Röhre mit einem Durchmesser von 70cm. Sollten Sie an Klaustrophobie leiden, ist ggf. die Gabe eines leichten Beruhigungsmedikaments möglich, so dass die Untersuchung entsprechend durchgeführt werden kann. Sollte die Gabe eines Beruhigungsmedikamentes nötig sein, möchten wir Sie bitten, eine Begleitperson zur Untersuchung mitzubringen, da nachfolgend über 24h keine aktive Teilnahme am Straßenverkehr möglich ist.

Wie hoch ist die Strahlenexposition?

Für die Herz-MRT ist keine ionisierende Strahlung nötig.

Für die Herz-CT arbeiten wir mit einem hochmodernen Computertomographen, welcher in Verbindung mit speziellen Untersuchungstechniken eine deutliche Reduktion der üblichen Strahlenbelastung ermöglicht.

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